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Gelungener Start in die Bezirksliga-Saison

|   Turnen

In Mülheim startete am 2. April die Bezirksliga-Saison 2022, unter Einhaltung eines noch sehr straffen Hygienekonzeptes (2G+, alle benötigten einen aktuellen Negativtestnachweis), mit dem Aufbau der kompletten Geräte-Landschaft, die für einen Vierkampf erforderlich ist. Etwas speziell gestaltete sich der Transport der kompletten Unterkonstruktion für die Bodenfläche (12 x 12 m) über die Tribüne nach unten in die Halle. Mühsam, aber unter dem Motto: „Viele Hände, schnelles Ende.“, schafften wir den Aufbau sogar etwas schneller, als geplant. Acht Mannschaften durften je maximal zehn Zuschauer mitbringen, was auch streng bei der Einlasskontrolle erfasst wurde.

In der Bezirksliga 2 starteten wir mit sieben von neun Turnerinnen. Es turnten Anouk, Antonia, Greta, Lea, Lilian, Liora und Rosa, es fehlten Anna und Sophia. Beginnen durften wir am Balken mit Anouk, Lilian, Liora und Greta. Mit dem ein oder anderen ungewollten Abgang kamen die ersten drei gut durch ihre Übungen, bis Greta einfach mal eine Bestmarke setzte und ohne Sturz ihre mit Schwierigkeiten gespickte Übung präsentierte und dafür glatt 13 Punkte bekam. Am Boden durften dann zwei neu choreographierte Küren von Rosa und Antonia bestaunt werden und Liora und Greta lieferten ebenfalls grandiose Übungen ab. Für die Überschläge am Sprungtisch von Antonia, Lea, Greta und Liora gab es durchweg gute Wertungen zwischen knapp 11 und 12 Punkten. Da wir nur unsere direkte Konkurrenz am gleichen Gerät im Blick hatten, dachten wir, es müsste sich alles am Barren entscheiden – das erklärte Ziel war ja schließlich: Nicht Letzte werden. Die Konkurrenz legte vor und war nicht so stark, wie wir erwartet hatten. Antonia, die sich bewusst war, dass sie wahrscheinlich die Streichwertung sein wird, wenn alle anderen ihre Übungen durchturnen würden, blieb den Erwartungen nichts schuldig. Rosa schaffte ihre Übung ohne Pause, mit Holmwechsel und geforderter halber Drehung, so dass nur eine Anforderung (Kippe) fehlte. Diese Anforderung, also eine Kippe, schaffte Lea zum allerersten Mal in ihrer Turnkarriere bei einem Wettkampf. Zu Recht ist sie sehr stolz, denn, wie sie selbst sagte, hat sie mehrere Jahre daraufhin trainiert, bis es ihr im Training gelungen war, dieses Element alleine zu turnen. Belohnt wurde sie mit einer entsprechend guten Wertung. Liora beendete am Barren ihren Vierkampf bei diesem Wettkampf mit einer wirklich tollen und vollen Übung. Noch in der letzten Trainingswoche baute sie ein weiteres Element in ihre Übung, damit diese nun wirklich alle Anforderungen erfüllte. Nach diesen guten Übungen und Wertungen war zumindest klar, dass wir nicht Letzte werden würden. Glückwunsch an Euch alle. Ihr wart toll und habt Eure Trainerinnen sehr stolz gemacht. Auch unsere Kampfrichterinnen (Melanie Müller am Boden und Vanessa Schulz am Balken) gratulierten zu den guten Leistungen und wir bedanken uns an dieser Stelle für ihren Einsatz an diesem Tag. Bei der Siegerehrung waren wir dann trotzdem überrascht, dass wir es tatsächlich auf den vierten Platz geschafft hatten. Ein tolles Ergebnis. Für den nächsten Wettkampf in Mülheim, am 19. Juni bedeutet das, dass wir am Barren starten werden. Wir freuen uns darauf und dürfen dann vielleicht auch mehr Zuschauer erwarten.

Direkt im Anschluss startete die Bezirksliga 1 in die Wettkampfsaison. Dazu schlüpften Melanie und Vanessa aus dem KaRi-Dress in die Wettkampfkleidung, denn sie bestritten mit Alina, Kerstin, Michelle und Tine diesen ersten Wettkampf in der Saison. Als Kampfrichterinnen kamen Leandra Günther am Boden und Nicole Kauke am Barren zum Einsatz. Auch ihnen gilt unser Dank. Die Zuschauerzahl von maximal zehn pro Mannschaft hätten wir beinahe überschritten, aber es gab noch „offene Posten“ bei anderen Vereinen, so dass natürlich keiner wieder gehen musste. Danke für Eure Unterstützung. Es waren nur fünf Mannschaften im Wettkampf, also wurde mit einer Pausenriege geturnt und damit ging alles sehr zügig voran. Am Boden starteten wir mit Melanie, Michelle, Vanessa und Alina und holten dort die ersten wichtigen Punkte. Alle kamen sehr gut durch ihre Übungen und waren souverän unterwegs. Es gibt ja auch immer wieder neue Erkenntnisse, wie es beim nächsten Mal noch bessergehen könnte, so dass vielleicht doch die eine oder andere akrobatische Serie in anderer Reihenfolge geturnt wird, damit es noch besser klappt (auch konditionell). Ein richtig guter Auftakt. Die Überschläge am Sprungtisch von Michelle, Alina, Vanessa und Melanie waren trotz viel Überwindung einzelner Turnerinnen alle sicher und gestanden, also gute Punkte „eingefahren“ und abgehakt. Am dritten Gerät, dem Barren gingen Melanie, Vanessa, Alina und Kerstin an den Start. Melanie war beim Holmwechsel so überrascht, wie gut sie den Holm zu fassen bekam, dass sie abgestiegen ist und es mit: „Das war dumm.“ und der Trainer mit: „Öhm, ja!“ kommentierte. Geschenkt. Zurück ans Gerät und weiter ging es. Vanessa benötigte einigen Kampfgeist, um durch ihre Übung zu kommen und Alina hatte hier noch kurz vor knapp die Übung so erweitert, dass sie alle Anforderungen erfüllte. Gut gedacht und gut gemacht. Kerstin unterstützte die Mannschaft mit ihrem Einsatz am Barren, stellte auch die Übung noch nach dem Einturnen etwas um, was sie dann einen Zwischenschwung im Wettkampf kostete, aber trotzdem viele Punkte brachte. Zuletzt duften Vanessa, Michelle, Tine und Alina an den Balken. Vanessa startete ihre Übung mit einem sehr interessanten Angang (ein Rad über den Balken in die Bauchlage), um mit einer ganzen Körperdrehung auf dem Schwebebalken fortzufahren. Leider hat dieses Element noch nicht fehlerfrei geklappt, hat aber auf jeden Fall potential als Highlight. Tine hatte hier ihren einzigen Einsatz im Wettkampf und turnte eine gute und sichere Übung. Michelle turnte bis zum Salto-Abgang fehlerfrei und meinte nur: „Hätte ich vielleicht doch noch mal trainieren sollen…“. Klappt sicher auch beim nächsten Mal besser. Alina stieg nur bei der ganzen Drehung vom Balken und wird diese künftig einfach mal doppelt zeigen. Also, nicht zwei ganze Drehungen in der Übung, sondern einfach eine Doppeldrehung (720° oder 2/1). Man muss ja auch noch Ziele haben. Die Wertung ihrer Übung fiel allerdings niedriger aus, als erwartet, aber auch das muss verarbeitet und in weitere Motivation umgesetzt werden. Insgesamt ein gelungener Auftritt mit einem am Ende respektablen 4. Platz, der im zweiten Wettkampf den Start am Boden wieder gesichert hat. Glückwunsch an alle Beteiligten, für den verletzungsfreien und sehr unterhaltsamen Wettkampftag.

Die Einladung an alle Interessierten für den 19. Juni in die Sporthalle Lehnerstraße in Mülheim steht.

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Erstellt von SL